Der Stabilisierungsschwindel: Wenn Treibstoff zum finanziellen Fallbeil der Machtcliquen wird

Wenn die Weltmarktpreise für Öl abstürzen, erwarten die Menschen meist etwas sehr Einfaches: dass die Benzinpreise im Inland zumindest ein wenig sinken. Doch in Vietnam scheint diese Regel gern… Umwege zu machen. Während die Importzölle auf viele Erdölprodukte bereits auf 0 % gefallen sind, kann der Inlandspreis plötzlich dennoch um mehrere Tausend Dong pro Liter steigen. Und damit kehrt die alte Frage zurück: Was wird hier eigentlich wirklich „stabilisiert“?

Jedes Mal, wenn die Preise steigen, hört man wieder denselben vertrauten Begriff: den Fonds zur Stabilisierung der Treibstoffpreise. Theoretisch soll er ein Rettungsring sein, der verhindert, dass der Markt zu stark schwankt. Doch im Empfinden vieler Bürger gleicht dieser Rettungsring manchmal eher… einer Zauberkiste. Wenn die Weltmarktpreise steigen, wird auf den Fonds verwiesen, um zu erklären, warum die Inlandspreise trotzdem steigen. Wenn die Weltmarktpreise fallen, taucht derselbe Fonds wieder auf, um zu erklären, warum die Preise im Inland noch nicht sofort sinken können.

In den Cafés enden diese Gespräche oft mit einem Seufzer. Fahrer von App-basierten Fahrdiensten kalkulieren die Benzinkosten für jede einzelne Fahrt neu. Kleinhändler schlagen ein paar Tausend Dong auf ihre Waren drauf. Arbeiter überlegen sich jede Mahlzeit noch einmal. Nur eines scheint sich nicht zu ändern: Jedes Mal, wenn die Benzinpreise schwanken, sind es die Menschen, die ihr Leben zuerst anpassen müssen.

Darum ist die Frage, die viele beschäftigt, nicht, ob der Benzinpreis steigt oder fällt, sondern diese:

Stabilisiert der „Stabilisierungsfonds“ wirklich den Markt – oder stabilisiert er nur… die Erklärungen, die jedes Mal geliefert werden, wenn der Benzinpreis steigt?